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Historie

Wenn Sie heute in unserer Schmiede zu Gast sind, dann könnten Ihnen diese Mauern Geschichten aus über 150 Jahren erzählen. Im Jahre 1862 kaufte ein gewisser Franz Fritzsch das Anwesen in der Breiten Straße 8 für 800 Taler. Wenige Jahre später gründete sein Sohn Bernhard Fritzsche einen der ältesten Gewerbebetriebe der Stadt Bad Liebenwerda, die "Maschinenbauerei v. Bernhardt Fritzsche". Eisenmann Fritzsche baute hier landwirtschaftliche Maschinen, Fahrräder, Nähmaschinen, eiserne Öfen, Schippen und Wirtschaftsartikel.Zeitweise arbeiteten hier 30 Angestellte in zwei Schichten. Bernhardt Fritzsche trat 1902 der Schlosser- und Schmiedeinnung Liebenwerda bei. Im Jahre 1921 ernannte man ihn zum Ehrenobermeister. 540 Meister erhielten aus seiner Hand den Meisterbrief. Er verwaltete das 1893 in seinem Haus eingerichtete Eichamt bis 1912. Der erste Weltkrieg und die daran anschließende Inflantionszeit ruinierten die Firma fast vollständig. Am 02. März 1920 heiratete die Tochter den Kaufmann Gottfried Spangenberg, der später die Geschäftsleitung der Maschinenbauanstalt übernahm. Die Geschäftslage verbesserte sich wieder. 1964 übernahm seine Tochter Magdalena das Eckgeschäft als Einzelhandelskauffrau. Vielen Liebenwerdaern ist dieses Geschäft mit seinem breiten Sortiment, vom handgeschmiedeten Holznagel bis zum Einweckglas sicher noch in guter Erinnerung. Trotz schwerer Krankheit führte sie das Geschäft bis zum 150jährigen Jubiläum im Jahre 1990. Von dieser Tradition und dem besondren Charme dieses Hauses, vor allem seiner alten Schmiede angesteckt, kauften wir, Susanne Henkelmann und Mario Gellert im Jahre 2004 dieses geschichtsträchtige Haus. Mit mehr als einer Hand voll Idealismus und einem sechsstelligen Kreditbetrag starteten wir das Abenteuer der Sanierung und Neugestaltung dieser Mauern. Nach 2,5 Jahren Bauzeit freuen wir uns, Sie in unserer alten Schmiede als Gast begrüßen zu dürfen und danken Ihnen für Ihr Erscheinen, denn durch Ihren Besuch und Ihr Interesse wird es uns hoffentlich gelingen, die jahrzehntelange Geschichte weiter schreiben zu können und mit Leben zu erfüllen. Natürlich möchten wir es an dieser Stelle auch nicht versäumen, uns bei allen Menschen zu bedanken, die uns auf dem manchmal etwas steinigen Weg bis zum Tag der Eröffnung der "Alten Schmiede" begleitet und unterstützt haben.



Das Hemd verkotzt, die Hos' verschissen,, vom letzten Abend nichts mehr wissen,, die Treppe rauf auf Alle Vier - LüÜUebzer Pils - welch ein Bier.!.

"Schmiede Song" von Henk Hulzinga



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